Semantische Musik Technologien

Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT

Die Gruppe Semantische Musik Technologien entwickelt Technologien und Lösungen zur automatischen Musikanalyse. Diese werden zum einen in Musiksuch- und Empfehlungsmaschinen eingesetzt. Andererseits finden sie Anwendung in Musikspiel- und Lernsoftware sowie bei der Musikproduktion. Die Kernexpertise der Gruppe liegt in den Bereichen Signalverarbeitung und Mustererkennung.

Musiksuche und Empfehlung

Die entwickelten Technologien erleichtern das schnelle Auffinden von neuen Liedern in großen Musikdatenbanken. Dabei kann der Nutzer entweder explorativ Musikstücke finden, die seinem Lieblingstitel ähnlich sind, oder zielgerichtet über die Eingabe von musikalischen Eigenschaften suchen. Mittels verschiedener Technologien aus der Forschungsrichtung Music Information Retrieval werden dafür beschreibende Merkmale automatisch aus den Audiosignalen gewonnen. Auch der Verdacht auf Plagiatsfälle lässt sich auf diese Weise technisch überprüfen.

Musikspiele und Lernsoftware

Modernste Algorithmen zur automatischen Transkription von Musik stecken in Karaoke- und Musiklernspielen. Mit Hilfe der Transkription werden gespielte oder gesungene Noten automatisiert erkannt. Somit können diese Programme dem Nutzer in Echtzeit anzeigen, ob richtig gesungen oder musiziert wird. Außerdem hilft die Software, den Lieblingssong in ein Spiel oder in Übungsnoten umzuwandeln. Auch die Melodiesuchmaschine Query by Humming funktioniert nach diesem Prinzip.

Musikproduktion

In der Musikproduktion ist es heute Standard, den kreativen Prozess mit Softwarelösungen zu unterstützen. Mittels Rhythmus- und Tonarterkennung kann das Mixing erheblich vereinfacht werden.

  • Auftragsentwicklungen im Bereich Signalverarbeitung und Mustererkennung

Im Laufe der letzten 4 Jahre hat die Gruppe Semantische Musik Technologien einige Audio-Datensätze für Forschungsfelder wie Instrumentenerkennung, Erkennung von Spieltechniken oder Performance Analyse zusammengestellt. Diese wurden in verschiedenen wissenschaftlichen Publikationen auf internationalen Konferenzen vorgestellt und sollen der Wissenschafts-Community als mögliche Benchmarks für Vergleichsexperimente dienen.