Videoklassifikation

Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT

Mit den automatischen Videoklassifikationsverfahren auf Basis von Signalanalyse werden Eigenschaften wie Stimmung und Genre in Filmen analysiert und klassifiziert. Damit können die bisher rein manuellen oder kollaborativen Techniken zur Beschreibung von Filmen erweitert werden. Die automatische Lösung des Fraunhofer IDMT ergänzt diese Techniken zur Beschreibung von Inhalten sinnvoll. Dadurch ergeben sich neue und komfortable Suchmöglichkeiten für Filme.

Gezielte Suche

Mit der automatischen Erkennung von inhaltlichen Filmeigenschaften wie Genre und Stimmung werden Metadaten generiert, die semantisch höherwertige Suchanfragen ermöglichen. Die automatische Klassifizierung erweitert damit die möglichen Suchkriterien manueller und kollaborativer Verfahren und die Liste der Metadaten wird ergänzt und verifiziert.

Schnelle Annotation

Mit den automatischen Klassifikationsverfahren können große Bestände an A/V-Material zeitsparend annotiert werden. Da das manuelle Tagging aufwendig und zeitintensiv ist, wird häufig nur aktuelles Material beschrieben und klassifiziert. Jetzt ist es möglich auch älteres und weniger bekanntes
Filmmaterial zu annotieren.

Suche nach Szenen

Bisher wurden mit der manuellen Beschreibung häufig nur komplette Filme annotiert – Informationen zu einzelnen Segmenten waren damit meist nicht verfügbar. Mit der inhaltsbasierten Videoklassifikation können auch einzelne Szenen eines Films beschrieben werden. Damit sind zu jedem Zeitpunkt Aussagen über Stimmung und Genre möglich. Dies ist hilfreich, um ganz gezielt nach einzelnen Teilen eines Films zu suchen oder dessen Dramaturgie zu beschreiben.

Beschreibung nach objektiven Kriterien

Manuelle Taggingverfahren sind immer subjektiv und es können Fehler beim Eintragen von Metadaten passieren. Mit dem Verfahren zur automatischen inhaltsbasierten Klassifikation von Filmen werden die Merkmale Genre und Stimmung nach objektiven Kriterien beschrieben. Die getroffenen Aussagen zu den Eigenschaften sind damit jederzeit reproduzierbar.

Mediatheken, Video-on-Demand-Portale und IPTV-Anbieter können auf Basis der automatischen Filmklassifikation beispielsweise Empfehlungssysteme für Filme aufbauen. Und auch Sendeanstalten optimieren so ihre Arbeitsabläufe – klassifiziertes Videomaterial lässt sich besser archivieren und schneller finden.