HD-AAC

Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT

MPEG High Definition AAC (HD-AAC) ist das Audioformat, das Musikqualität weit über der einer CD bietet. Es unterstützt 16, 20 und 24 Bit Audio bei Abtastraten von bis zu 192 kHz. Dank des AAC-LC Kerns ist HD-AAC zu AAC-fähigen Geräten (z. B. Apple iPod®) kompatibel. Durch die Skalierbarkeit bis hin zur Verlustfreiheit bietet HD-AAC immer die höchste Audioqualität auch bei schwierigen Netzwerkbedingungen. HD-AAC basiert auf den offenen MPEG Standards SLS und AAC.

Aufgabenbereich Fraunhofer IDMT

In Ilmenau wurden unter anderem Algorithmen mitentwickelt, die die Vorteile verlustbehafteter und verlustloser Codierverfahren kombinieren und eine Skalierbarkeit zwischen dem MPEG-4 Advanced Audio Coding (AAC) Coder und einer verlustlosen Codierung ermöglichen. Dadurch kann die Datenrate optimal an die jeweilige Anwendung angepasst werden. HD-AAC wird vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS lizenziert.

Für verschiedene Anwendungen im Bereich der Audioverarbeitung werden verlustfreie Codierverfahren benötigt. Mit Unterstützung des Fraunhofer IIS arbeiteten die Ilmenauer Forscher an der Entwicklung von Lossless Codecs, die diesen Anspruch erfüllen und die dabei ein Optimum an Datenreduktion und Audioqualität aufweisen.

Lossless-Verfahren kommen dort zum Einsatz, wo bitgenau rekonstruierbare Codieralgorithmen benötigt werden. Vor allem für den professionellen Bereich ist das Verfahren äußerst interessant. Vorzugsweise bei der Archivierung von Audiodaten sowie bei der Digitalisierung und Speicherung von alten Aufnahmen zur Restauration wird die verlustlose Codierung angewandt. Außerdem ist Lossless Coding überall dort interessant, wo sich Kaskadierungseffekte negativ auf die Klangqualität auswirken.

Solche Effekte treten auf, wenn bei komplexen Produktionsvorgängen in Aufnahmestudios oder Rundfunksendungen Audiosignale mehrfach codiert und decodiert werden. Mit herkömmlichen Codierverfahren kann sich dabei die Audioqualität merklich verringern. Benutzt man dabei verlustlose Codierverfahren, wird dieser Effekt vermieden. Diese Verfahren erreichen aber nicht dieselbe hohe Datenreduktionsrate wie psychoakustische verlustbehaftete Methoden (z. B. mp3). Oft stehen Datenraten zur Verfügung, die deutlich über denen von herkömmlichen Audiocodern liegen, aber nicht hoch genug für verlustlose Verfahren sind, bei denen die Datenrate vom Signal abhängt.

In Ilmenau wurden unter anderem Algorithmen mitentwickelt, die beide Verfahren kombinieren und eine Skalierbarkeit zwischen dem MPEG-4 Advanced Audio Coding (AAC) Coder und einer verlustlosen Codierung ermöglichen. Dadurch kann die Datenrate optimal an die jeweilige Anwendung angepasst werden.

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