Web-SOWT
Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT
Web-Service Optimierung unterstützt durch Wissenstechnologien
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Web-SOWT steht für »Web-Service Optimierung unterstützt durch Wissenstechnologien«. Das Anwendungsgebiet ist die Optimierung von Fertigungsplänen in kleinen oder mittleren Unternehmen, die dafür einen Web-Service in Anspruch nehmen. Fertigungsplanung gehört in unzähligen kleinen und mittleren Unternehmen zum Arbeitsalltag. Aufgrund seiner Komplexität verlangt die Fertigungsplanung die Unterstützung des Planers durch Software-Werkzeuge. Die dabei zu lösenden algorithmischen Probleme sind bekanntermaßen NP-schwierig und daher nur in Ausnahmefällen vollständig durch ein Software-Werkzeug lösbar. Die Kunst der Fertigungsplanung besteht in der sich gegenseitig ergänzenden Kooperation von Mensch und Computerprogramm. Dabei wird im Normalfall der Benutzer mit einer Flut von Daten konfrontiert und die Generierung optimaler Pläne praktisch so gut wie unmöglich. Man lebt in praxi mit dem Wissen, dass es eigentlich besser gehen könnte. Gute Optimierungsalgorithmen können für ein Planungsproblem wegen der Komplexität zwar im Allgemeinen keinen optimalen Fertigungsplan generieren, aber mehrere Alternativen vorschlagen, die einem optimalen Plan nahe kommen. Ein Web-Service kann Benutzern auf Wunsch zu einer eingereichten Planungsaufgabe mehrere alternative Pläne guter Qualität liefern. Wenn der Benutzer die Pläne und – vor allem – ihre Unterschiede und wechselseitigen Vor- und Nachteile gut versteht, stehen die Chancen gut, durch Auswahl einer der Alternativen und nur noch geringfügige Anpassung einer optimalen Lösung sehr nahe zu kommen. Dazu wurden in Web-SOWT Visualisierungstechniken entwickelt, implementiert und erprobt, die auf Konzepten wie Subjunctive Interfaces und Methoden wie mentaler Simulation beruhen.
Aufgabenbereich Fraunhofer IDMT
Die Aufgabe des Fraunhofer IDMT im Projekt Web-Sowt bestand darin, eine Visualisierungsschnittstelle zu entwickeln, welche einen bestmöglichen Vergleich von Ausgangsplan und Alternativplänen bereit stellt. Für diese Schnittstelle wurden unter Adaption von Subjunctive Interface-Technologien und Methoden der Mentalen Simulation neue Visualisierungstechniken entwickelt. Ein weiterer Punkt war die Konzeption einer geeigneten Benutzerführung. Benutzerführung bedeutet in diesem Falle, die Interaktion der Nutzer von Visualisierungsschnittstelle und dem Web-Service, so dass ihnen dieser Service einen maximalen Mehrwert bietet – ein gemeinsames Ziel von Anbieter und Kunde. Dabei wurde feinfühlig, mit Rücksicht auf Gewohnheiten und mögliche Akzeptanzprobleme, der Nutzer dazu geführt, Subjunctive Interfaces und mentale Simulationen anzunehmen und zu nutzen.


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