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Audio-Identifikation (AudioID)
und Akustischer Fingerabdruck
Um Musik – oder auch jedes andere Audiosignal – zu identifizieren, wird daraus ein kompakter und einzigartiger Datensatz extrahiert, ein so genannter Fingerprint. Er besteht aus signalnahen Eigenschaften der jeweiligen Audiodatei. Je nach gewünschtem Zuverlässigkeitsgrad hat ein solcher Fingerprint eine Größe von ca. einem bis vier kByte pro Minute. Diese Skalierbarkeit erlaubt einen flexiblen Kompromiss zwischen der Kompaktheit (Dateigröße) und Robustheit, also der Mindestlänge der für die Erkennung nötigen Musiksequenzen.
In einer Anlernphase wird von bekanntem Audiomaterial jeweils eine eindeutige Signatur erstellt und in einer Datenbank abgelegt. Dabei ist es möglich Audiodateien auch dann zu identifizieren, wenn als Anfrage nur ein kurzer Ausschnitt des jeweiligen Tonmaterials zur Verfügung steht.
Die Audiodateien werden darüber hinaus mit zusätzlichen Metadaten verknüpft. Diese können zum Beispiel aus Informationen zum Interpreten und zur spezifischen Aufnahme bestehen. Voraussetzung dafür ist lediglich eine Datenbank mit den entsprechenden Metadaten zu den einzelnen Audiodateien. Die Basistechnologie ist Teil des internationalen ISO/IEC MPEG-7 Audiostandards der Moving Picture Experts Group (MPEG).
AudioID wurde am Fraunhofer IIS und am Fraunhofer IDMT entwickelt. Für diese Arbeiten und für die ersten erfolgreichen Vermarktungsschritte erhielten die Forscher im Jahr 2004 den Forschungspreis der Fraunhofer-Gesellschaft.
Die beiden Fraunhofer-Institute sind jedoch nicht mehr für die Vergabe von Lizenzen zuständig. Informationen zu Lizenzierungsbedingungen finden Sie unter www.mufin.com oder wenden Sie sich bitte an:
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