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Kontakt:
Frank Klefenz
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Mit Hilfe der Ohren kann der Mensch Schallquellen in seiner
Umwelt lokalisieren. Er bestimmt sowohl in der Horizontalebene
(rechts, links, geradeaus) als auch in der Medianebene (vorne,
hinten, oben, unten) die Richtung und Entfernung der Schallquelle.
Die meisten der heute eingesetzten Schalllokalisationsverfahren
verwenden deutlich mehr als zwei Mikrofone. Der Mensch zeigt
jedoch mit seiner präzisen Hörleistung, dass zwei
Ohren völlig genügen, um die Umwelt vollständig
akustisch zu erfassen.
Nach menschlichem Vorbild wird am Fraunhofer-Institut für
Digitale Medientechnologie ein binaurales Schalllokalisationsverfahren
entwickelt, welches mit Hilfe von zwei Mikrofonen mehrere
Schallquellen der Horizontalebene lokalisiert.
Das menschliche Gehör wertet zur Bestimmung der Einfallsrichtung
in der Horizontalebene Laufzeitunterschiede und Pegelunterschiede
zwischen beiden Ohren aus. Bei tiefen Frequenzen werden vor
allem Laufzeitunterschiede ausgewertet, bei Frequenzen oberhalb
einer bestimmten Grenze vor allem Pegelunterschiede. Dazwischen
liegt ein Überlappungsbereich, in dem beide Mechanismen
eine Rolle spielen. Das in Ilmenau entwickelte Verfahren arbeitet
mit einer Aufteilung des Hörspektrums in mehrere Teilbänder.
Je Band werden dann mit angepasster Gewichtung Laufzeitdifferenzen
und Pegeldifferenzen ausgewertet.
Der Audio Source Localizer wird vor allem bei binauralen
Hörhilfen zum Einsatz kommen. Die Hörgeräte
können die Information aus der Schalllokalisation je
nach Wunsch des Trägers zur Schallunterdrückung
oder -verstärkung nutzen, was in bestimmten Lebenssituationen,
z. B. bei Gesprächen mit lauten Hintergrundgeräuschen
von Vorteil ist.
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