Fraunhofer IDMT
 
 
 Fraunhofer-Gesellschaft
   
 Abteilungsverbund Audio/Multimedia

IAVAS

Im Projekt »Interaktive Audiovisuelle Anwendungssysteme (IAVAS)« werden objektbasierte multimediale Anwendungen auf Basis des Objekt- und Szenenkonzeptes von MPEG-4 entwickelt. Der Fokus liegt auf zwei- und dreidimensionalen Szenarien mit natürlichen und synthetischen auditiven und visuellen Elementen.

 
Kontakt:
Uwe Kühhirt
Links:
Technische Universität Ilmenau – Institut für Medientechnik

3DTV Website

Produktblatt:
Download

Die Arbeiten an IAVAS wurden am Institut für Medientechnik IMT der TU Ilmenau im Jahr 2001 begonnen und nun gemeinsam mit dem IDMT weitergeführt.
Die objektbasierte Beschreibung audiovisueller Inhalte eröffnet ein weites Feld neuer multimedialer Anwendungen und Dienste. Eine derart beschriebene Anwendung enthält Medienobjekte (MO) unterschiedlicher Art (z.B. rechteckiges oder beliebig geformtes Video, künstliche Welten, Sprache und Gesichter) und unter-schiedlichen Ursprungs (natürlich oder synthetisch), deren örtliche und zeitliche Beziehungen durch eine Szenenbeschreibung festgelegt sind. Unter Verwendung geeigneter Encoder werden die Medienobjekte und die Szenenbeschreibung separat codiert und gemeinsam übertragen. Auf der Empfängerseite werden die einzelnen Medienobjekte decodiert und entsprechend der Szenen-beschreibung auf dem Endgerät dargestellt. Die Szene kann an allen Stellen dieser Kette durch Interaktionen beeinflusst werden. Diese Verfahren sind im internationalen Multimedia-Standard MPEG-4 (ISO/IEC 14496) beschrieben.

Die entwickelten interaktiven audiovisuellen Anwendungssysteme kombinieren die erweiterten Nutzungsmöglichkeiten von Multimedia-Anwendungen (z. B. Interaktivität und Skalierbarkeit) mit den Distributionsmöglichkeiten digitaler AV-Anwendungen auf einem definierbaren Qualitätsniveau. Eine andere treffende Bezeichnung für solche Anwendungen ist »interaktive audiovisuelle Medien«. Die wichtigsten Eigenschaften sind:

  • Separat codierte auditive und visuelle Objekte sind in einer Szene
    angeordnet.
  • Die Objekte können natürlichen oder synthetischen Ursprunges sein.
  • Die Szene kann zweidimensional oder dreidimensional sein.
  • Erscheinung und Ablauf der Anwendung sind durch Interaktionen beeinflussbar.
  • Alle digitalen Distributionsformen sind prinzipiell nutzbar.
  • Genaue Kenntnis des Endgerätes ist für die Beschreibung nicht notwendig.

Die digitale Technik ermöglicht die Nutzung aller Arten von Informationen auf allen Verarbeitungs-, Übertragungs- und Wiedergabesystemen. Die klassische Trennung zwischen verschiedenen Distributionswegen und Endgeräten wird weitgehend aufgehoben. Für dieses Zusammengehen der elektronischen Medien wurde der Begriff Medienkonvergenz geprägt.

Bisher realisierte Anwendungssysteme sind neben dem virtuellen Messebesuch »iFair«, auch die interaktive Musik-Show »Ilmenoke« und die objektbasierte Nachrichtensendung »iNews«. Für die Nutzung der Anwendungen wurde das Wiedergabeterminal »i3d« entwickelt; ein interaktiver MPEG-4-Player für 2D- und 3D-Szenen mit SNHC-Inhalten (SNHC – Synthetic Natural Hybrid Coding).

Linking Policy
© 2009
Fraunhofer IDMT