Einblick in unsere Forschung

»ALIAS« – Ein mobiler Kommunikationsassistent für Senioren

Roboter, die Senioren im Alltag helfen, sind kein Science-Fiction-Szenario mehr. Der Kommunikationsroboter „ALIAS“ (Adaptable Ambient Living Assistant) soll ältere Menschen darin unterstützen, eigenständig zu Hause zu leben und ihre sozialen Kontakte aufrecht zu erhalten.

© Foto Fraunhofer IDTM/Markus Hibbeler

Der anderthalb Meter große, kegelförmige Roboter mit den rollenden Augen ist mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm ausgestattet und bietet neben Unterhaltungsmedien wie Spielen und Hörbüchern auch einen Internetbrowser und Videotelefonie über Skype. Bedient werden kann ALIAS über ein einfaches Bildschirm-Menü oder über Sprachbefehle. So genügt beispielsweise die Aufforderung „Rufe meine Tochter an!“, damit ALIAS eine Verbindung über Skype herstellt. Auch ein Notruf kann über ALIAS abgesetzt werden. Der Roboter stellt die Telefonverbindung zu einer Notrufzentrale her und ermöglicht es dem Pflegepersonal, ihn in der Wohnung fernzusteuern, um über das Kamerasystem nachzusehen, wo und in welchem Zustand sich der Nutzer befindet. In Zukunft soll der Roboter zusätzlich über eine akustische Ereigniserkennung Hilferufe, Wimmern oder Stürze erkennen und in kritischen Situationen automatisch eine Verbindung zum Pflegedienstleister herstellen.

In die Entwicklung von ALIAS wurden von Anfang an ältere Menschen, Angehörige und Pflegedienstleister einbezogen. Denn neben der technischen Machbarkeit ist die ausschlaggebende Fragestellung, für welche Aufgaben ein Roboter geeignet ist und wie er gestaltet werden muss, damit ältere Menschen ihn akzeptieren.

Das EU-Projekt ALIAS wurde im Rahmen des transnationalen Förderprogramms Ambient Assisted Living Joint Programme (AAL-JP) vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der staatlichen Agentur zur Finanzierung von Forschungsprojekten in Frankreich (ANR) und dem österreichischen Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) von Februar 2011 bis Juni 2013 gefördert. Beteiligt waren als Koordinator die Technische Universität München mit dem Exzellenzcluster Cognition for Technical Systems (CoTeSys), als weitere Forschungseinrichtungen Eurecom, die Technische Universität Ilmenau und die Projektgruppe Hör-, Sprach- und Audiotechnologie des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT, die Unternehmen Cognesys, Guger Technologies, MetraLabs und Youse sowie die Endnutzer-Organisation PME Familienservice.
 

 

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