KI-gestütztes Wildtiermonitoring mit TrapScan
Mit der KI-basierten Monitoring-Lösung »TrapScan« unterstützen wir die Natur- und Umweltschutzorganisation WWF Deutschland bei der Auswertung von Wildkameradaten. Mit TrapScan können große Mengen an Videomaterial effizient analysiert, Tierarten erkannt und Beobachtungen übersichtlich visualisiert werden. Die Lösung hilft dabei, Artenvorkommen und Bewegungsmuster in den Auenlandschaften der Mittleren Elbe systematisch zu erfassen und wissenschaftlich fundierte Naturschutzmaßnahmen abzuleiten.
Herausforderung
Zur Beobachtung von Wildtieren setzt der WWF Deutschland zahlreiche Kamerafallen in den Auenlandschaften der Mittleren Elbe ein. Die dabei entstehenden Videodaten liefern wertvolle Informationen über Tierarten und deren Verhalten, erzeugen jedoch gleichzeitig einen erheblichen Auswertungsaufwand. Da die Kameras auf jede Bewegung reagieren, enthalten die Aufnahmen neben Tieren auch zahlreiche irrelevante Sequenzen, beispielsweise ausgelöst durch Wind oder Vegetationsbewegungen.
Für die wissenschaftliche Analyse und das Naturschutzmanagement müssen relevante Beobachtungen zuverlässig identifiziert, dokumentiert und ausgewertet werden. Die manuelle Sichtung der großen Datenmengen ist zeitaufwendig und bindet wertvolle personelle Ressourcen.
Realisierung
Gemeinsam mit dem WWF Deutschland haben wir die KI-gestützte Monitoring-Lösung »TrapScan« entwickelt. Das System analysiert die von Wildkameras aufgezeichneten Videodaten automatisiert, erkennt Tierbewegungen und klassifiziert die erfassten Tiere anhand trainierter KI-Modelle.
Dabei brachten wir unsere langjährige Expertise in der Audio- und Videoanalyse, der visuellen Tiererkennung und der KI-basierten Datenanalyse ein. Aufbauend auf unserer Erfahrung in der Entwicklung intelligenter Analyse- und Monitoringsysteme entstand eine Lösung, die speziell auf die Anforderungen des Wildtiermonitorings zugeschnitten ist. Unter anderem wurden Open-Source-Modelle technisch so optimiert, so dass sie zuverlässig in einem Produktivsystem laufen.
Die Analyseergebnisse werden in einer webbasierten Anwendung bereitgestellt und übersichtlich visualisiert. Über interaktive Karten- und Dashboard-Funktionen können Beobachtungen ausgewertet, Standorte verglichen und relevante Videosequenzen direkt eingesehen werden.
Durch die automatisierte Verarbeitung großer Datenmengen ermöglicht TrapScan eine deutlich effizientere Auswertung von Wildkameradaten und unterstützt den WWF Deutschland bei einem datenbasierten Monitoring von Wildtierpopulationen und Lebensräumen.
Weitere Informationen zum Projekt
»TrapScan« wurde im Rahmen der WWF-Projekte an der Mittleren Elbe entwickelt.