Transferzentrum für anwenderorientierte Assistenzsysteme

Das »Transferzentrum für anwenderorientierte Assistenzsysteme« ist eine Kooperation der Projektgruppe für Hör-, Sprach- und Audiotechnologie des Fraunhofer IDMT mit der Jade Hochschule Wilhelmshaven, Oldenburg, Elsfleth. Gegründet Anfang 2013 mit Unterstützung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur wird das Projekt in der Aufbauphase durch die Fraunhofer-Gesellschaft gefördert. Ziel der Kooperation ist es, durch Wissenstransfer und Zusammenarbeit in der Lehre die praxisnahe Forschung zu stärken.

 

Intelligente Assistenzsysteme

Ein Schwerpunkt der Forschungsarbeiten im Transferzentrum liegt auf Technologien, die besonders älteren und gesundheitlich eingeschränkten Menschen Komfort, Unterstützung und Sicherheit bieten. Dazu gehören intelligente Assistenzsysteme und multimodale Bedienschnittstellen – wie die intuitive Steuerung von technischen Systemen über touchbasierte Oberflächen, Gesten oder Sprachbefehle. Mit Methoden des maschinellen Lernens werden technische Sprachdialogsysteme entwickelt, die sich an den aktuellen Bedarf eines Nutzers anpassen können.

 

Evaluationsstudien und User-Centered Design

Ein zentraler Aspekt bei der Entwicklung assistiver Technologien ist die Einbindung von Anwendern im Sinne eines »User-Centered Design«. Im Transferzentrum werden standardisierte qualitative und quantitative Methoden eingesetzt, um Nutzer zu befragen und zu beobachten. Darüber hinaus nutzen die Wissenschaftler neue Verfahren der Neuroergonomie, wie den Einsatz von Elektroenzephalografie (EEG), um die mentale Anstrengung bei der Nutzung von Produkten zu ermitteln.

 

Audiosignaltechnik für Anwendungen der zivilen Sicherheit

Ein zweites Forschungsfeld des Transferzentrums ist der Einsatz von Audiosignalverarbeitung für Anwendungen der zivilen Sicherheit. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Optimierung von Audiosignalen, besonders im Hinblick auf die Sprachverständlichkeit. Die Analyse von Sprachsignalen zur Sprecher- und Sprachenerkennung wird für biometrische Zugangsüberprüfungen oder zur Verbrechensaufklärung genutzt. Die Wissenschaftler entwickeln außerdem Systeme für die akustische Erkennung von Gefahren, wie z. B. der Detektion heranfliegender Quadkopter.