Generative KI verändert die Produktion, Distribution und Verwertung von Musik grundlegend. Neue KI-gestützte Werkzeuge eröffnen Chancen für kreative Prozesse, effizientere Workflows und neue Geschäftsmodelle, werfen aber zugleich Fragen zu Urheberrecht, Vergütung, Transparenz und kultureller Vielfalt auf.
Das Verbundprojekt Perspektive 2036 – Musikwirtschaft in der Zukunft untersucht, welche technologischen, gesellschaftlichen und rechtlichen Entwicklungen für die Musikwirtschaft in den kommenden zehn Jahren zu erwarten sind. Ziel ist es, fundierte Grundlagen für politische und wirtschaftliche Entscheidungen zum Einsatz generativer KI zu schaffen.
Technikfolgenabschätzung zu generativer KI in der Musikwirtschaft
Im Projekt wird analysiert, wie sich generative KI auf Musikproduktion, Musikverwertung und Musikkultur auswirkt. Gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren aus Musikpraxis, Musikwirtschaft, Forschung und Recht werden Zukunftsszenarien für das Jahr 2036 entwickelt und überprüft. Dazu kommen sozialwissenschaftliche Szenariotechniken, Befragungen, Workshops und technologische Analysen zum Einsatz.
Von der Technikbewertung zu politischen Handlungsempfehlungen
Die entwickelten Szenarien beschreiben, welche KI-Technologien künftig verfügbar sein könnten, wie sie in der Musikwirtschaft eingesetzt werden und welche Auswirkungen sich für Kreative, Unternehmen, Technologieanbieter, Plattformen, Nutzerinnen und Nutzer sowie für Kultur und Gesellschaft ergeben.
Auf dieser Grundlage entsteht ein Policy Brief mit konkreten Handlungsempfehlungen für Politik und Praxis. Ziel ist es, Orientierung für Regulierungs-, Lizenzierungs- und Qualifizierungsprozesse zu schaffen und einen verantwortungsvollen Einsatz generativer KI in der Musikwirtschaft zu fördern. Dabei stehen insbesondere Transparenz, faire Vergütung und der Erhalt kultureller Vielfalt im digitalen Musikökosystem im Fokus.