Audiosignalverbesserung am Fraunhofer IDMT in Oldenburg

Die Signalverarbeitung und Signalverbesserung von Sprach- und Audiosignalen gehört zu den zentralen Kompetenzen des Institutsteils Hör-, Sprach- und Audiotechnologie HSA. Sie umfasst die Optimierung gestörter Audiosignale sowie die Entwicklung von Aufnahme- und Verarbeitungstechnologien. Dadurch sind audiologische Daten selbst bei anspruchsvollen Umwelteinflüssen, wie etwa bei starkem Umgebungslärm, für akustische Sensoren nutzbar. Neben der Verbesserung von Audio- und Sprachsignalen stellt die Lokalisation von Geräuschquellen sowie die automatische Sprechererkennung einen wichtigen Forschungsteil des Fraunhofer IDMT in Oldenburg dar.

Im Sicherheitsbereich können durch Störgeräuschreduktion relevante von weniger relevanten Geräuschen getrennt und somit ein akustisches Monitoring vorbereitet werden. Konkrete Anwendungsbeispiele sind die Erkennung von Glasbruch oder der Einsatz von Spraydosen zur Einbruch- oder Vandalismusbekämpfung, aber auch die Detektion von Drohnen. Bei Lösungen in den Bereichen der Spracherkennung und Sprachsteuerung, wie im Smart Home oder in Konferenzsystemen, stellt die Störgeräuschreduktion einen fundamentalen Bestandteil dar.

Zusätzlich wird die Gestaltung persönlicher Hörsysteme beispielsweise durch die individuell einstellbare Reduktion von Nachhall unterstützt. Die automatische Lautstärkeregulierungen sowie die personalisierte Anpassung von Signalhöhen oder -tiefen sind weitere Optimierungsfelder. Hiervon profitieren sowohl Hersteller von Audiosystemtechnik, Multimedia-Devices oder Hörgeräten, als auch normalhörende und hörbeeinträchtigte Anwenderinnen und Anwender. Die Lokalisation von Geräuschquellen findet darüber hinaus beispielsweise im Automobil-Bereich bei der Richtungserkennung herannahender Rettungsfahrzeuge ihren Einsatz.

Leistungsangebot

  • Ein- und mehrkanalige Signalverarbeitung zur anwendungsbezogenen Soundanpassung
  • Verfahren zur Störgeräusch- und Echoreduktion
  • Nachhallunterdrückung und Signalentzerrung
  • Richtungsfilterung (Beamforming) zur gezielten Aufnahme relevanter Audiodaten
  • Lokalisation für detaillierte Auswertungen von Geräuschkulissen
  • Mikrofonierung und Signalvorverarbeitung
  • Einbettung der Signalverarbeitung in bestehende Infrastrukturen
  • Integration der Signalverarbeitung in mobile Anwendungen und neue Servicemodelle
  • Evaluationsstudien, z.B. technische Evaluation von am Markt erhältlichen Systemen
  • Sprechererkennung

Forschungsprojekte

 

Einblick in unsere Forschung

Podcast: Wenn Drohnen drohen...

Ein Podcast mit Christian Rollwage. An Flughäfen oder bei Großveranstaltungen können Drohnen eine Bedrohung darstellen. Um darauf angemessen reagieren zu können, werden Technologien zur Drohnenerkennung und -lokalisationen erforscht.

 

Aktuelles / 19.1.2021

Ein Ohr für Vögel

Der Oldenburger Institutsteil Hör-, Sprach- und Audiotechnologie des Fraunhofer IDMT entwickelt in einem Projekt des Museums für Naturkunde Berlin in Kooperation mit der Firma ARSU ein Sensorsystem, das die Laute von Vögeln automatisch erfasst und auswertet.

 

Einblick in unsere Forschung

Gegen drohende Drohnen

Im Interview mit Christian Rollwage zum Thema "Drohnenerkennung und -lokalisation". Der Gruppenleiter am Fraunhofer IDMT in Oldenburg spricht über Audiosignalverbesserung für den Ernstfall.

 

Projektwebsite Fraunhofer FKIE

Drohnenerkennung und -lokalisation

Durch die hohe Verfügbarkeit von Drohnen ergeben sich viele neue Anwendungsfelder, allerdings auch Bedrohungsszenarien, z.B. in der Nähe von Flughäfen und Großveranstaltungen. Um angemessen reagieren zu können benötigen Sicherheitsbehörden Technologien zur Drohnenerkennung und -lokalisation. Im Verbundprojekt AMBOS entwickeln wir Lösungen für diese Herausforderungen.

 

Projektwebsite ACME

Industrie 4.0 lernt hören

Im Verbundprojekt ACME 4.0 untersuchen Partner aus Industrie und Forschung das Potenzial der akustischen Überwachung von Maschinen und Produktionsprozessen. Ziel ist es, eine energieautarke, kompakte Sensorplattform zu entwickeln, die ohne jegliche Verkabelung in Industrieanlagen integriert werden kann.