Bausteine für die Medienwelt der Zukunft

Das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT betreibt anwendungsorientierte Forschung auf dem Gebiet audiovisueller Medien und ist kompetenter Partner der Wirtschaft bei der Entwicklung zukunftsweisender Technologien für die digitale Medienwelt. Gemeinsam mit seinen Auftraggebern erarbeitet das Fraunhofer IDMT individuelle Lösungen, die konsequent am Nutzen der Kunden ausgerichtet sind. Mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Hauptsitz in Ilmenau und am Standort in Oldenburg bearbeiten das Forschungsportfolio.

© Burkhard Peter

Institutsgebäude am Hauptsitz in Ilmenau

Das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT entwickelt auf Basis intelligenter Signalverarbeitung und individuellen Systemdesigns Audiolösungen für den Unterhaltungssektor und industrielle Anwendungen. Das Institut greift bei seinen maßgeschneiderten Lösungen zur Audiowiedergabe auf die langjährige und weltweit anerkannte Erfahrung mit der Wellenfeldsynthesetechnologie sowie tiefgreifende psycho- und elektroakustische Erkenntnisse zurück. Aktuelle Entwicklungsarbeiten beschäftigen sich mit Technologien zur virtuellen Simulation und Optimierung von Produktakustik, dem intelligenten Design und der Ansteuerung von Lautsprechern und Hearables für eine optimale Audiowiedergabe. Für die Erstellung und Bearbeitung von dreidimensionalem Klang entwickelt das Institut Anwendungen für den Bereich Professional Audio.

Ein weiteres Kompetenzfeld des Instituts ist die automatisierte und sichere Audio- und Videoanalyse mit maschinellen Lernverfahren. Das Fraunhofer IDMT bietet ein umfangreiches Technologie-Portfolio zur datenschutzkonformen Extraktion, Analyse und Verwaltung von Metadaten. Im internationalen wissenschaftlichen Vergleich nimmt das Institut eine führende Rolle bei der KI-basierten Analyse audiovisueller Inhalte ein. Die vom Fraunhofer IDMT entwickelten Lösungen kommen zur Qualitätsbewertung und automatischen Verwaltung von Rundfunkbeiträgen und für Archive zum Einsatz. Weiterhin werden sie im Zusammenhang mit forensischen Untersuchungen, wie der Identifikation von Manipulationen in audiovisuellen Inhalten oder auch zur Bewertung von Plagiatsvorwürfen genutzt.

Die automatisierte Analyse von Audiodaten auf Basis maschineller Lernverfahren wird für Lösungen zur akustischen Qualitätskontrolle eingesetzt. Für Sensor- und Prüftechnikhersteller entwickelt das Institut KI-Algorithmen, die in bestehende Prüfsysteme integriert werden. Damit werden Prüfaufgaben um die akustische Dimension erweitert und die Qualitätssicherung effizienter gestaltet. Der Fokus der FuE-Arbeiten liegt hierbei in der einzigartigen Kombination der Analyse hörbarer Schallanteile mit Methoden des maschinellen Lernens und dem datenschutzkonformen Management der Messdaten.

Einer der wichtigsten Forschungspartner des Instituts ist die Technische Universität Ilmenau. Hier besteht eine enge Kooperation mit verschiedenen Fachgebieten des Instituts für Medientechnik sowie den Fakultäten für Maschinenbau und Informatik und dem fakultätsübergreifenden Institut für Medien- und Mobilkommunikation (IMMK).

Ansprechpersonen

Gerne stehen wir für Ihre Anfragen zur Verfügung. Treten Sie mit uns Kontakt!

Geschäftsfelder

Erfahren Sie mehr über die Geschäftsfelder am Fraunhofer IDMT.

Ausstattung

Wir verfügen über eine hochmoderne, umfangreiche technische Ausstattung – von akutstischen Spezialräumen über Labore und Prüfstände bis hin zu verschiedenen Messeinrichtungen.

Haus des Hörens – Sitz des Institutsteils Hör-, Sprach- und Audiotechnologie HSA
© Hörtech gGmbH

Haus des Hörens – Sitz des Institutsteils Hör-, Sprach- und Audiotechnologie HSA

Ziel des Institutsteils Hör-, Sprach- und Audiotechnologie in Oldenburg ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse über die Hörwahrnehmung des Menschen und von Mensch-Technik-Interaktionen in technologische Anwendungen umzusetzen.

Im Auftrag von Industrieunternehmen und öffentlichen Einrichtungen betreibt das Fraunhofer IDMT in Oldenburg angewandte Forschung und Entwicklung für die Branchen Telekommunikation, Consumer Electronics, Gesundheit und Pflege, Verkehr, industrielle Produktion und Sicherheit. Schwerpunkte stellen dabei die Verbesserung von Sprachverständlichkeit, die personalisierte Audiowiedergabe sowie die computerbasierte Sprach- und Ereigniserkennung dar.

Einen weiteren Fokus setzt der Institutsteil auf mobile Neurotechnologien, um Gehirnaktivitäten auch außerhalb des Labors zu erfassen und für Gesundheitsanwendungen sowie Mensch-Technik-Interaktionen zu nutzen. 2008 als Außenstelle gegründet, ist der Institutsteil Hör-, Sprach- und Audiotechnologie heute fester Teil eines Netzwerks wissenschaftlicher Kooperationen mit der Carl von Ossietzky Universität, der Jade Hochschule und anderen Einrichtungen der Oldenburger Hörforschung. Außerdem ist er Partner im Exzellenzcluster »Hearing4all«.

Forschungs- und Entwicklungsleistungen

  • Verbesserung von Sprachverständlichkeit und Hörunterstützung für Telefonie, Hearables und Unterhaltungselektronik
  • Verbesserung akustischer Signale – für Audiosignale mit echtem Mehrwert
  • automatische Spracherkennung als zuverlässige und berührungslose Schnittstelle für Mensch-Technik-Interaktionen
  • Entwicklung von Audiosystemtechnik von der Idee, über die Konzeption bis zur akustischen End-of-Line Kontrolle
  • Integration von Machine Learning und akustischem  Monitoring für smarte Handlungsempfehlungen, beispielsweise in Produktions- oder Wartungsprozessen
  • Entwicklung körpernaher Sensorik zur Erfassung und Nutzung von Gehirnaktivitäten via EEG (Elektroenzephalografie) für Gesundheitsanwendungen und Mensch-Technik-Interaktionen
  • Entwicklung anwendungsspezifischer Technologien inkl. Lizenzierung und Integration in mobile Anwendungen und bestehende Infrastrukturen
  • Hörstudien und technische Evaluationsstudien
  • evidenzbasierte Nutzungs- und Akzeptanzstudien

Institutsteil Hör-, Sprach- und Audiotechnologie