Durch ein neues Sicherheitsumfeld und die hohe Verfügbarkeit von Drohnen und anderen Fluggeräten entstehen Bedrohungsszenarien für sensible Gebiete wie Flughäfen, militärische Einrichtungen oder Großveranstaltungen. Um angemessen reagieren zu können, braucht es Hilfsmittel zur Erkennung und Lokalisation potenzieller Gefahrenquellen.
Das Fraunhofer IDMT hat eine Lösung zur akustischen Drohnendetektion und -lokalisation entwickelt. Dabei kommen nicht nur leistungsstarke Mikrofone und Technologien für die Audiosignalverarbeitung zum Einsatz, sondern auch Verfahren des maschinellen Lernens. Dadurch sind audiologische Daten selbst bei anspruchsvollen Umwelteinflüssen, wie etwa bei starkem Umgebungslärm, für akustische Sensoren nutzbar. Zusätzliches Know-how für die diskrete und effektive Einhausung und Verteilung der Sensorik sorgt für eine Erweiterung der Einsatzszenarien. Die Technologie aus Oldenburg funktioniert auch ohne direkten Sichtkontakt, was besonders in bewaldeten und bebauten Gebieten vorteilhaft ist.
Durch eine objektive Dokumentation von Überflügen rund um die Uhr ergänzt das Fraunhofer-System subjektive Sichtungen mit nachvollziehbaren Daten über einen langen Zeitraum – unabhängig von optischen Gegebenheiten.
Jede Drohne hat einen »akustischen Fingerabdruck«, der ermittelt und in einer Datenbank abgelegt werden kann. Unter der Erkennung von Drohnen versteht man die automatisierte Suche nach diesem Fingerabdruck, also einem spezifischen Muster im akustischen Signal, das einer Drohne zugeordnet werden kann.