Versuchsaufbau und akustische Datenerfassung
Für die Studie wurden die Stämme mit einem Hammer an definierten Punkten angeschlagen. Die entstehenden Schwingungen wurden mit mehreren hochwertigen Mikrofonen aufgezeichnet.
- Insgesamt wurden rund 100 Stämme unterschiedlicher Holzarten (vor allem Fichte, aber auch Kiefer und Lärche) untersucht.
- Die Stämme wiesen verschiedene Zustände auf: von intakten Exemplaren über Stämme mit »weichem« oder »hohlem« Kern aufgrund von Innenfäule
- Jeder Stamm wurde an drei definierten Positionen mit jeweils zwei Hammerschlägen erfasst, was insgesamt rund 600 Messpunkte mit vier Mikrofonen ergibt.
- Die Aufnahmen erfolgten unter unterschiedlichen Umgebungsbedingungen, um die Belastbarkeit späterer Modelle zu testen, z. B. ohne Maschinenlärm, bei laufender Sägetechnik und leichtem Regen.
KI-Modelle für die Bewertung und Klassifizierung von Holz
Auf Basis der bisherigen Messungen sollen KI-Modelle entwickelt werden, die künftig die Holzqualität automatisch erkennen und klassifizieren können. Zusätzlich soll ein System zur kontinuierlichen Datenerfassung direkt im Sägewerk getestet werden.
Wichtige Herausforderungen dabei sind:
- reproduzierbare Anregung bei unterschiedlichen Stammdurchmessern und -formen, damit die Messergebnisse vergleichbar bleiben
- Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen wie Maschinenlärm oder Wind, um die Signalqualität zu sichern
- Optimierung von Datenaufbereitung und Datenannotation, um die Trainingsdaten für die KI zu erweitern und zu verbessern
Langfristig ist es das Ziel, die Methoden für den praktischen Einsatz zu validieren, die Genauigkeit der automatischen Klassifizierung der Holzqualität zu erhöhen und Unterschiede in der Holzgüte noch besser zu erfassen.