KISH – KI-basiertes selektives Hören für Kopfhörer

Hören, was wichtig ist

»Ein Radfahrer, der im Straßenverkehr mit Kopfhörern unterwegs ist. Das Auto, das sich ihm seitlich nähert. Er sieht es nicht – und kann es auch nicht hören. Als es zum Zusammenprall kommt, hat er keine Chance.“ Er könnte noch am Leben sein – mit Hilfe einer intelligenten Technologie, die ein herannahendes Auto für den Nutzer besser hörbar macht. Hinter dieser Vision steckt ein intelligentes Kopfhörersystem, das seine Nutzer dabei unterstützt konkrete Klangereignisse zu erkennen, diese voneinander zu trennen und gezielt zu verstärken oder zu unterdrücken.

Im Rahmen des Projekts »KISH – KI-basiertes selektives Hören für Kopfhörer« sollen intelligente Hearables entwickelt werden, die den Träger dabei unterstützen, in einer komplexen akustischen Umgebung bestimmte Klangereignisse verstärkt hörbar zu machen, während als störend empfundene Klangereignisse gezielt ausgeblendet werden können. Innovative KI-Klang-Separationsalgorithmen sorgen dafür, dass die Klangquellen in der akustischen Umgebung des Nutzers erkannt, analysiert und voneinander getrennt verarbeitet werden können. Für den Hörenden wird damit ein an die individuellen Bedürfnisse angepasstes Klangerlebnis geschaffen, indem definierte akustische Objekte verstärkt, gemindert oder modifiziert werden können.

Aufbauend aus den umfangreichen Vorerfahrungen aus industriellen und öffentlichen Projekten, u. a. zu Erkennung und Trennung von Klangquellen sowie Audio-Rendering und Active Noise Control, übernimmt das Fraunhofer IDMT im Projekt die führende Rolle und ist für die Ausarbeitung der Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Ökosystems »selektives Hören mit KI-Unterstützung« verantwortlich. Gemeinsam mit den Projektpartnern wird innerhalb des Vorhabens die technische Realisierbarkeit sowie die wirtschaftliche Relevanz dieses Konzepts validiert. Erklärtes Ziel ist es, detaillierte Kenntnisse über zukünftige, konkrete Vermarktungsmöglichkeiten zu erlangen, den passenden Zielmarkt zu definieren, Markteintrittsszenarien zu entwickeln sowie strategische Partnerschaften zu akquirieren.

Gefahrengeräusche erkennen – Der akustisch transparente Kopfhörer erkennt Gefahrengeräusche in der Umgebung und warnt so den Nutzer.

Kommunikation ermöglichen – Der akustisch transparente Kopfhörer detektiert Sprache und ermöglicht somit Kommunikation.

Warnsignale detektieren – Der akustisch transparente Kopfhörer kann auf Warnsignale reagieren und den Nutzer auf Gefahrensituationen hinweisen.

Das Konsortium

Förderer

Laufzeit

April 2019 – Oktober 2019 (Wettbewerbsphase)