MovieSpeech

Die Anforderungen Schwerhörender an die Präsentation von Audiomaterial beim Fernsehen oder im Kino werden heute praktisch nicht berücksichtig. Insbesondere ist die Sprachverständlichkeit im Mix zwischen Sprache und Hintergrundgeräuschen, Effekten oder Musik oft nicht befriedigend für Menschen mit einer Hörminderung. Beim Abmischen von Filmtonspuren, also in der Produktionsphase, hat man dagegen getrennten Zugriff auf alle Signaltypen (z. B. Sprache, Musik, Effekte) und somit prinzipiell die Möglichkeit die Sprachspur für optimale Verständlichkeit zu bearbeiten. Andererseits sollte dies die künstlerischen Klangaspekte nicht beeinträchtigen. Zudem ist eine Anpassung an den individuellen Hörer wie etwa bei persönlichen Hörsystemen nicht möglich, da das Tonmaterial in der Regel bereits abgemischt präsentiert wird. Ziel des Projekts war daher die Erarbeitung und Evaluierung von Verfahren zur Verbesserung der Verständlichkeit von Sprache in Filmsequenzen für altersschwerhörige Menschen durch subjektive Messungen und objektive Vorhersageverfahren.

Aufgabenbereich Fraunhofer IDMT

Im Rahmen von »MovieSpeech« setzte die Projektgruppe Hör-, Sprach- und Audiotechnologie des Fraunhofer IDMT seine Technologien zur Sprachverständlichkeitsbewertung ein und führte Sprachverständlichkeitsmessungen und Qualitätsbeurteilungen anhand verschiedener Abmischungen mit Schwerhörenden durch.

  • Hochschule für Film und Fernsehen »Konrad Wolf« Potsdam

Laufzeit

2010