Musikkataloge und Werkverzeichnisse werden bislang überwiegend textbasiert über Titel, Komponist oder andere Metadaten durchsucht. MusicDNA will die Lücke zwischen geschriebenen Noten und Musikaufnahmen schließen und den Zugang zu Musikkatalogen erleichtern.
Suche durch Summen der Melodie
Ziel ist es, Musik nicht nur über Textinformationen oder klassische Noten-Incipits zu finden, sondern auch durch das Summen der Melodie. So können auch Nutzerinnen und Nutzer ein Stück wiederfinden, die keine Noten lesen können. Ein Incipit ist dabei der musikalische Anfang eines Stücks, also die ersten Töne oder die charakteristische Melodiefolge, die zur Identifikation eines Werks dient.
Automatische Umwandlung von Audio in Incipits
Audioaufnahmen werden automatisch in standardisierte Incipits im Plaine & Easie Code umgewandelt werden, so dass auch Werke ohne schriftliche Noten in die Suche einbezogen werden können. Dadurch lassen sich nicht nur einzelne Stücke identifizieren, sondern auch ähnliche Motive in anderen Werken entdecken, was neue wissenschaftliche Fragestellungen eröffnet.
Musikkataloge leichter zugänglich machen
Langfristig soll daraus eine Web-Plattform entstehen, die als eine Art „Shazam für Musikkataloge“ funktioniert, Musik leichter zugänglich macht und die Forschung an Musikkatalogen und Werkverzeichnissen unterstützt.
Aufgabenbereich des Fraunhofer IDMT
Das Fraunhofer IDMT unterstützt das Projekt MusicDNA durch seine langjährige Expertise in den Bereichen der automatischen Musikanalyse, -transkription und des Query-by-Humming, also der Suche eines Musikstücks durch Summen oder Singen der Melodie.