Damit nichts ungehört verhallt – besseres Sprachverstehen für Menschen und Maschinen

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Oldenburg/London. Das Fraunhofer IDMT ist im Rahmen des EU-Projekt DREAMS vom 30. Juni bis 5. Juli 2015 auf der »Summer Science Exhibition« der Royal Society in London vertreten. Gemeinsam mit Forschungspartnern demonstrieren Wissenschaftler der Projektgruppe Hör-, Sprach- und Audiotechnologie, wie Audiosignalverarbeitung die Verständlichkeit von Sprache auch in Umgebungen mit viel Hall und Störgeräuschen entscheidend verbessern kann

Unter dem Motto »Interaktion mit Klang in einer dreidimensionalen Welt« können Besucher des Ausstellungsstandes  an einem Computer ausprobieren, wie sich Sprache  in einer verhallten Umgebung anhört und wie Signalverarbeitung den Nachhall und Störgeräusche reduziert. Die Einsatzmöglichkeiten für die im Projekt entwickelten Verfahren reichen  von Veranstaltungstechnik über Freisprechsysteme und  Mobiltelefone bis zu Hörgeräten.

 Aber nicht nur Menschen profitieren von einer besseren Sprachverständlichkeit. Auch Technologien zur automatischen Spracherkennung funktionieren robuster, wenn das akustische Signal  optimiert wird. Die Wissenschaftler demonstrieren ihre Forschungsergebnisse  anhand eines sprachgesteuerten Roboters, der  je nach Hallstärke unterschiedlich gut reagiert.

Auf der jährlich zentral in London stattfindenden Summer Science Exhibition werden fünfstellige Besucherzahlen erwartet. DREAMS wurde von der Royal Society als eines von insgesamt 22 Projekten ausgewählt, um aktuelle Forschungsarbeiten zu präsentieren.

DREAMS (Dereverberation and Reverberation of Audio, Music and Speech) wird im Rahmen des Marie-Curie Initial Training Network von der Europäischen Union gefördert. Neben neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Technologieentwicklungen von Forschungseinrichtungen und Unternehmen und will das Programm gezielt die Karrierechancen von Nachwuchswissenschaftler fördern. Projektpartner sind das Imperial College London (Vereinigtes Königreich), die Universität Aalborg (Dänemark), die Universität Leuven (Belgien) und die Universität Oldenburg (Deutschland), sowie als Industriepartner die Unternehmen Bang and Olufsen (Dänemark),  Cedar Audio (Vereinigtes Königreich), Nuance (Deutschland), NXP (Belgien), Oticon (Dänemark), Spinvox (Vereinigtes Königreich) und Televic (Belgien).