Hör-, Sprach- und Audiotechnologie am Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT in Oldenburg feiert zehnjähriges Bestehen

Aktuelles / 28.8.2018

Seit 10 Jahren ist der Institutsteil Hör-, Sprach- und Audiotechnologie HSA des Fraunhofer IDMT in Oldenburg kompetenter Partner von Wirtschaft und Behörden bei der Entwicklung zukunftsweisender Technologien. Am 28. August 2018 wird das zehnjährige Bestehen des Institutsteils im Haus des Hörens in Oldenburg gefeiert. Eingeladen sind Prominenz aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, Kunden, Freunde und Mitarbeiter.

© Hörtech gGmbH

Der Hörthron vor dem Haus des Hörens, das aktuelle Zuhause des Institutsteils Hör-, Sprach- und Audiotechnologie HSA am Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT in Oldenburg.

© Fraunhofer IDMT/Markus Hibbeler

Professor Dr. rer. nat. Dr. med. Birger Kollmeier, Leiter Institutsteil Hör-, Sprach- und Audiotechnologie HSA am Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT in Oldenburg.

© Fraunhofer IDMT/Markus Hibbeler

Dr. rer. nat. Jens-E. Appell, Abteilungsleiter Institutsteil Hör-, Sprach- und Audiotechnologie HSA, Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT in Oldenburg.

Oldenburg , 28. August 2018. In einem interessanten Rahmenprogramm feiert das Fraunhofer IDMT gemeinsam mit den geladenen Gästen die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre und wirft den Blick in die Zukunft.

Gefeiert wird ab 14:30 Uhr im Haus des Hörens, Marie-Curie-Straße 2 in 26129 Oldenburg. Beginn der Grußworte und Reden ist um 15:00 Uhr, Ende der Redebeiträge ist gegen 17:40 Uhr. Zeit für Gespräche, Networking und ein gemeinsames Barbecue schließen daran an. Von 14:30 Uhr bis 15:00 Uhr und von 16:00 bis 16:30 werden Erfolgsbeispiele aus der Praxis anhand von Exponaten von Wissenschaftlern gezeigt und die Gelegenheit für Gruppenfotos und Pressegespräche geboten.

Gastredner sind unter anderem Björn Thümler, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, Jürgen Krogmann, Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg, und Stephan Albani, Mitglied des Deutschen Bundestages, sowie Dr. Hans-Otto Feldhütter, Direktor Geschäftsmodelle der Fraunhofer-Gesellschaft. Bernd Müller von der Deutschen Telekom berichtet von der intensiven Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IDMT bei der Entwicklung der Akustik des Sprachassistenten „Smart Speaker“. Außerdem blickt Prof. Jörg Sennheiser auf die gemeinsame Erfolgsgeschichte bei der Entwicklung von Kopfhörertechnologie zurück. Moderator der Veranstaltung ist Lars Reckermann, Chefredakteur der Nordwest-Zeitung.

»Das Fraunhofer IDMT-HSA in Oldenburg wurde mit 3,3 Millionen Euro vom Land Niedersachsen im Sinne einer Anschubfinanzierung gefördert und hat sich sehr erfolgreich - deutlich über den ursprünglichen Erwartungen – entwickelt. Die Gelder haben einen großen Hebel erzeugt: Nach 10 Jahren werden jährlich mehr als der Gesamtbetrag der Anschubfinanzierung in Industrie und über öffentlich geförderte Projekte eingeworben, rund 40 Mitarbeiter finanziert und knapp 30 Studenten an Zukunftsthemen und anwendungsnahe Forschung herangeführt. Mit unserer Arbeit haben wir der Oldenburg Hörforschung Türen in neue Märkte geöffnet«, sagt Dr. Jens-E. Appell, Abteilungsleiter Institutsteil Hör-, Sprach- und Audiotechnologie am Fraunhofer IDMT in Oldenburg.

»Von seinerzeit reiner audiologischer und medizinischer Hörforschung werden nunmehr Kunden in den Bereichen Industrie 4.0, Automotive, Consumer Electronics, Verkehr, Sicherheit, Telekommunikation und Gesundheit angesprochen. Der Bedarf dieser Kunden wird in die Forschung am Standort Oldenburg zurückgespiegelt und befruchtet so auch die Grundlagenforschung der universitären Partner«, erklärt Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. Birger Kollmeier, Leiter Institutsteil Hör-, Sprach- und Audiotechnologie am Fraunhofer IDMT in Oldenburg.

»Die Hör- Sprach- und Audiotechnologie am Fraunhofer IDMT in Oldenburg ist beides: ein Zukunftsfeld und seit langem ein Treiber der digitalen Transformation. Der Standort hat in seiner Entwicklung den Sprung aus der medizinischen Hörforschung in andere attraktive Anwendungsgebiete geschafft und ist dabei stets am Puls der Zeit. Verfahren des Machine Learning wurden praktisch von Anfang an eingesetzt, um akustische Ereignisse zu erkennen oder Spracherkennung im Bereich der Mensch-Technik-Interaktion zu realisieren. Das ist Digitalisierung in Reinform. Deshalb ist hier beispielsweise „das hörende Auto“ nicht bloß eine Vision, sondern die konsequente Implementierung akustischer Erkennung von nahenden Einsatzfahrzeugen ein wesentlicher Beitrag für das autonome Fahren«, unterstreicht Dr. Hans-Otto Feldhütter, Direktor Geschäftsmodelle der Fraunhofer-Gesellschaft.

 

Über den Institutsteil Hör-, Sprach- und Audiotechnologie am Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT in Oldenburg

Ziel des Institutsteils Hör-, Sprach- und Audiotechnologie des Fraunhofer IDMT ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse über die Hörwahrnehmung in technologischen Anwendungen umzusetzen. Schwerpunkte der angewandten Forschung sind die Verbesserung von Klang und Sprachverständlichkeit, die personalisierte Audiowiedergabe und die akustische Sprach- und Ereigniserkennung. Über wissenschaftliche Kooperationen ist das Fraunhofer IDMT eng mit der Carl von Ossietzky Universität, der Jade Hochschule und anderen Einrichtungen der Oldenburger Hörforschung verbunden. Das Fraunhofer IDMT ist Partner im Exzellenzcluster »Hearing4all«.

WE MAKE IT LISTEN! »Wir bringen Ihren Geräten das Hören bei.«

Mit den am Fraunhofer IDMT entwickelten Spracherkennern steuern Unternehmen ihre Maschinen zuverlässig auch in lauter Umgebung und auf Wunsch ohne Datentransfer in das Internet. Oder sie bringen mit dem Fraunhofer IDMT in Oldenburg die Spracherkenner in ihre eigenen Produkte und generieren so Alleinstellungsmerkmale und neue Mehrwerte für ihre Kunden. Unter anderem im Bereich Industrie 4.0 sucht das Fraunhofer IDMT mit Verfahren für die akustische Ereignisüberwachung nach auffälligen Geräuschen direkt an Maschinen oder bei der Qualitätskontrolle von Produkten. So können Schäden vermieden und Ausfallzeiten gering gehalten werden.