MEGA

Modulare, digitale Gehörschutzplattform für low-Iatency ln-Ear Anwendungen

Im Projekt »MEGA« soll ein personalisierbares In-Ear-Kommunikationssystem mit sehr gutem »akustischem Tragekomfort« entwickelt werden.
© Fraunhofer IDMT/Leona Hofmann
Im Projekt »MEGA« soll ein personalisierbares In-Ear-Kommunikationssystem mit sehr gutem »akustischem Tragekomfort« entwickelt werden.

In-Ear-Kommunikationssysteme mit guter Wiedergabequalität und gleichzeitiger Dämpfung der Umgebungsgeräusche gehören heutzutage in vielen professionellen Anwendungen zum Standard. So tragen beispielsweise Musikerinnern und Musiker auf großen Bühnen In-Ear-Monitoring-Systeme oder Arbeitende in lauten Umgebungen verpflichtend einen Gehörschutz. Die passive Dämpfung der Umgebungsgeräusche in diesen Systemen sorgt neben dem Schutz des Hörsinns dafür, dass der Klang von Instrumenten und Gesang auf der Bühne sowie Geräusche von außen für die Tragenden verständlich bleibt. Jedoch kann dadurch auch das Gefühl schwinden, mit der Umwelt zu interagieren. Gerade bei hohen Frequenzen steigt die passive Dämpfung an, sodass Außenschalle, wie eine jubelnde Menge oder Warntöne einer Maschine, dumpf und unnatürlich klingen. Das gleiche gilt durch den abgeschlossenen Gehörgang auch für körpereigene Geräusche (Okklusionseffekt).

Im Projekt »MEGA« soll ein personalisierbares In-Ear-Kommunikationssystem mit sehr gutem »akustischem Tragekomfort« entwickelt werden. Mit Hilfe innovativer Geometrien des Ohrpassstücks arbeiten die Forschenden daran, den Okklusionseffekt zu regulieren. Mittels Bussystem und Steckverbindung soll es einfach auszutauschen sein, damit unterschiedliche Märkte und Funktionen bestmöglich bedient werden können.

Aufgabenbereich des Fraunhofer IDMT-HSA

In einem eigenen Teilprojekt widmet sich das Fraunhofer IDMT in Oldenburg der Entwicklung von Algorithmen für einen hochwertigen, personalisierbaren Transparenzmodus. So soll die Wiedergabe des Außenschalls im In-Ear-System unverfälscht in der Gesamtlautstärke abgesenkt werden können und anhand individueller Präferenzen, z. B. für die Wiedergabe von Sprache, Instrumenten und weiteren Geräuschen, oder auch auf spezielle Bedürfnisse bei Hörverlust eingestellt werden können. Anders als bei den meisten Lösungen im Markt wird bei den Entwicklungen im Projekt »MEGA« berücksichtigt, dass jeder Mensch individuelle Hörpräferenzen und eine individuelle Lautheitswahrnehmung hat. Auch die Gewährleistung einer besonders niedrigen Wiedergabelatenz, einer optimalen Sprachaufnahme sowie einer intuitive Nutzerschnittstelle gehört zum Aufgabenbereich der Forschenden. Ein weiterer wichtiger Teil des Projekts besteht in der optimalen Aufarbeitung der Eigensprache zur Kommunikation mit anderen Personen. Hierbei kommen Algorithmen der künstlichen Intelligenz zum Einsatz, welche eine klare Kommunikation auch in sehr schwierigen akustischen Situationen ermöglichen.

Weiterführende Informationen

 

Dein Sound, in jeder Situation

Jeder Mensch hört anders gut. Mit dem »YourSound-Verfahren« lässt sich der Klang von Audio-Devices optimal personalisieren – so einfach wie nie zuvor!

 

Gehörschützer besser verstehen

Im Projekt »ProSA« untersuchen Forscherinnen und Forscher pegelabhängig dämmende Gehörschützer hinsichtlich der auditorischen Umgebungswahrnehmung. Ziel ist es, mit Hilfe der Forschungsergebnisse bedarfsgerechte Empfehlungen für Gehörschützer für einzelne Berufsgruppen dank gezielter Charakteristik zu ermöglichen.

 

Hörwahrnehmung und Klangqualität

Was macht einen guten Klang aus? Warum sind uns manche Geräusche lästig, während andere signalisieren, dass ein Produkt verlässlich funktioniert? Wir arbeiten an der computerbasierten, psychoakustischen Bewertung von Klangqualität und Sprachverständlichkeit.

Das Projekt »MEGA« wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz BMWK im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) unter der Fördernummer KK5048506GR4 gefördert.

Persönliche Hörsysteme

Die Forschungsgruppe entwickelt Lösungen für personalisierte Klangerlebnisse und individuell optimierte Sprachverständlichkeit.