Förderpreis für Fraunhofer-Hörforscherin

Presseinformation / 23.9.2015

Oldenburg. Das Programm »FOR WOMEN IN SCIENCE« der Deutschen UNESCO-Kommission und L´Oréal Deutschland fördert in Zusammenarbeit mit der Stiftung der Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen mit Kind. Lena Schell-Majoor, Wissenschaftlerin am Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT, gehört zu den diesjährigen Preisträgerinnen.

Aufgrund ihrer herausragenden wissenschaftlichen Leistung und ihres besonderen Engagements über ihre Fachgrenzen hinaus wird Schell-Majoor zusammen mit zwei weiteren Wissenschaftlerinnen am 23. September 2015 in Kassel auf der Bundeskonferenz der Frauenbeauftragten und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen mit dem Förderpreis ausgezeichnet. Die 31-Jährige Ingenieurin promoviert an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg im Department für medizinische Physik und Akustik zur Qualitätsbewertung von Geräuschen. Als Mitarbeiterin der Oldenburger Projektgruppe Hör-, Sprach- und Audiotechnologie des Fraunhofer IDMT arbeitet sie im Rahmen ihrer Doktorarbeit an der Entwicklung von Computermodellen, die den menschlichen Hörprozess nachbilden und zuverlässige Vorhersagen der Geräuschqualität liefern.

FOR WOMEN IN SCIENCE wurde 2006 in Deutschland ins Leben gerufen, damit gut ausgebildete Frauen ihre vielversprechende Karriere aufgrund einer Familiengründung nicht wesentlich unterbrechen oder sogar abbrechen. Hinter dem Programm stehen die Deutsche UNESCO-Kommission und L’Oréal Deutschland. In Zusammenarbeit mit der Stiftung der Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard vergibt das Programm jährlich drei Stipendien im Wert von 20.000 Euro, um die Situation hochqualifizierter Doktorandinnen mit Kind zu verbessern und so herausragende Wissenschaftlerinnen für die Forschung zu erhalten. Die Preisträgerinnen erhalten Coaching- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie ein Jahr lang 400 Euro im Monat für Kinderbetreuung oder Haushaltshilfe. 10.000 Euro der Fördersumme fließen an das Institut der Preisträgerin, um dort Projekte umzusetzen, die nachhaltig die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern.

 

Über die Projektgruppe für Hör-, Sprach- und Audiotechnologie des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT

Ziel der Projektgruppe Hör-, Sprach- und Audiotechnologie ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse über die Hörwahrnehmung des normalen und des beeinträchtigten Gehörs in technologische Anwendungen umzusetzen. Im Auftrag von Industrieunternehmen und öffentlichen Einrichtungen betreiben die Wissenschaftler angewandte Forschung und Entwicklung für die Branchen Telekommunikation, Multimedia, Gesundheit und Pflege, Gebäudetechnik, Verkehr, industrielle Produktion und Sicherheit. Die Projektgruppe wurde 2008 in Oldenburg als Außenstelle des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT gegründet. Über wissenschaftliche Kooperationen ist sie im Exzellenzcluster »Hearing4all« eng mit der Carl von Ossietzky Universität und weiteren Einrichtungen der Oldenburger Hörforschung verbunden.