Deutsche Gesellschaft für Akustik zeichnet Fraunhofer-Forscher Dr. Jan Rennies-Hochmuth aus

Lothar-Cremer-Preis für Forschung zum Sprachverstehen

Presseinformation /

Aachen/Oldenburg. Auf der diesjährigen Jahrestagung für Akustik (DAGA) in Aachen hat die Deutsche Gesellschaft für Akustik e.V. (DEGA) heute den Lothar-Cremer-Preis für herausragende Leistungen von Nachwuchswissenschaftlern an Dr. rer. nat. Jan Rennies-Hochmuth verliehen. Damit würdigt die Gesellschaft seine Forschungsarbeiten zur Hörwahrnehmung und besonders zum Sprachverstehen bei Hall, Echo und Störgeräuschen.

© Fraunhofer IDMT/Bente Hummerich

Rennies-Hochmuth arbeitet an computerbasierten Modellen zur Vorhersage der Lautheitswahrnehmung und der Sprachverständlichkeit. Im Rahmen seiner Tätigkeit am Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT überführt er Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung in technologische Anwendungen im Bereich Automotive, Kommunikations- und Unterhaltungselektronik.

Rennies-Hochmuth studierte Engineering Physics an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg bei Professor Birger Kollmeier und Professor Jesko Verhey und an Dänemarks Technischer Universität in Lyngby. 2007 erhielt Rennies-Hochmuth bereits den Niedersächsischen Wissenschaftspreis für seine Bachelor-Arbeit zur Lautheitswahrnehmung. Seit 2008 ist er  maßgeblich am Aufbau der Oldenburger Projektgruppe Hör-, Sprach- und Audiotechnologie des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT beteiligt, zunächst als Doktorand und seit 2012 als Gruppenleiter.

Der Lothar-Cremer Preis ist einer der renommiertesten Preise, die in Deutschland jährlich im Bereich der technischen Akustik vergeben werden, und ist mit 2.000,- € dotiert.

Über die Projektgruppe für Hör-, Sprach- und Audiotechnologie des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT

Ziel der Projektgruppe Hör-, Sprach- und Audiotechnologie ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse über die Hörwahrnehmung des normalen und des beeinträchtigten Gehörs in technologische Anwendungen umzusetzen. Im Auftrag von Industrieunternehmen und öffentlichen Einrichtungen betreiben die Wissenschaftler angewandte Forschung und Entwicklung für die Branchen Telekommunikation, Multimedia, Gesundheit und Pflege, Gebäudetechnik, Verkehr, industrielle Produktion und Sicherheit. Die Projektgruppe wurde 2008 in Oldenburg als Außenstelle des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT gegründet. Über wissenschaftliche Kooperationen ist sie im Exzellenzcluster »Hearing4all« eng mit der Carl von Ossietzky Universität und weiteren Einrichtungen der Oldenburger Hörforschung verbunden.