Soundbar reduziert Höranstrengung

Presseinformation / 24.10.2017

Das Fraunhofer IDMT in Oldenburg hat die Sprachverständlichkeit und die Klangqualität von einem Samsung Smart TV und einer SAMSUNG Soundbar verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Verwendung der Soundbar die Höranstrengung im Vergleich zur ausschließlichen Verwendung des TV-Gerätes deutlich verringert.

© Foto Samsung/Benjamin Pritzkuleit

Für die Untersuchung wurden 15 Erwachsene zwischen 25 und 55 Jahren zu Messungen in das Sound-Technologies-Lab (STL) des Fraunhofer IDMT nach Oldenburg eingeladen. Das STL ist eine Smart-Home-Umgebung, die genutzt wird, um gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung neue Technologien und Bedienkonzepte zu evaluieren. Das Labor ist nach DIN 18041 »Hörsamkeit in kleinen bis mittleren Räumen« zertifiziert.

© Foto Samsung/Benjamin Pritzkuleit

Das Fraunhofer IDMT hat die Sprachverständlichkeit und Klangqualität von einem Smart TV und einer Soundbar in einer Studie miteinander verglichen. Dabei wurde deutlich, dass die Verwendung der Soundbar die Höranstrengung im Vergleich zur Verwendung des TV-Gerätes signifikant verringert.

Das Fraunhofer IDMT hat die Sprachverständlichkeit und Klangqualität von dem Samsung Smart TV »UE65MU6179UXZG« und der Samsung Soundbar »HW-MS650« in einer Studie auf Wunsch des Herstellers miteinander verglichen. Dabei wurde deutlich, dass die Verwendung der Soundbar die Höranstrengung im Vergleich zur Verwendung des TV-Gerätes signifikant verringert.

»Wenn Sprache und Hintergrundgeräusch gleich laut sind, dann wird die subjektiv wahrgenommene Höranstrengung zwischen TV und Soundbar um 15 Prozent verringert«, erklärt Dr. Jan Rennies-Hochmuth, Gruppenleiter Persönliche Hörsysteme am Fraunhofer IDMT. Als Zielgrößen wurden die subjektiv empfundene Sprachqualität, Sprachverstehen, Höranstrengung und generelle Klangqualität gemessen. Die Untersuchung wurde von der Hörzentrum Oldenburg GmbH unterstützt.

Kai Hillebrandt, Vice President Consumer Electronics Samsung Electronics GmbH, erläutert die Relevanz der Sprachverständlichkeit für den TV-Markt: »Mit der zunehmenden Vielfalt und Beliebtheit von Streaming-Angeboten ändern sich auch die Bedürfnisse der Zuschauer und ihre Anforderungen an guten Sound. Wir wollten daher der Frage nachgehen, ob Zuschauer, die lange, actiongeladene Serien und Filme schauen, mit unserer Soundbar entspannter dem Geschehen folgen können, als wenn sie den Ton ausschließlich über die eingebauten TV-Lautsprecher hören. Mit dem Fraunhofer IDMT und dem Hörzentrum Oldenburg haben wir kompetente Partner an unserer Seite, um diese Frage wissenschaftlich fundiert beantworten zu können – die Experten des Instituts haben sich auf genau solche Anwendungsfälle spezialisiert.«

Für die Untersuchung wurden 15 Erwachsene zwischen 25 und 55 Jahren zu Messungen in das Sound-Technologies-Lab des Fraunhofer IDMT nach Oldenburg eingeladen. Die Studie bestand aus zwei Evaluationsteilen. Zum einen wurde die Höranstrengung mit Hilfe des am Hörzentrum entwickelten ACALES-Messverfahrens ermittelt. Zum anderen wurde die Klangqualität des TVs und der Soundbar mit Hilfe eines Fragebogens bewertet.
 

Sound-Technologies-Lab am Fraunhofer IDMT in Oldenburg

Das Sound-Technologies-Lab des Fraunhofer IDMT in Oldenburg ist eine  Smart-Home-Umgebung, die genutzt wird, um gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung neue Technologien und Bedienkonzepte zu evaluieren. Das Labor ist nach DIN 18041 »Hörsamkeit in kleinen bis mittleren Räumen« zertifiziert. Im Sound-Technologies-Lab sind Technologien zur akustischen Lokalisation sowie zur Sprach- und Ereigniserkennung für die Simulation verschiedener Anwendungsszenarien im Einsatz. Die Steuerung von Multimedia, Beleuchtung und Haustechnik über Sprache sind hier Standard, ebenso die akustische Sprecher-Lokalisation. Außerdem können intelligente Schallwächter oder Notrufsysteme getestet und demonstriert werden.


Über die Projektgruppe für Hör-, Sprach- und Audiotechnologie des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT in Oldenburg

Ziel der Projektgruppe Hör-, Sprach- und Audiotechnologie ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse über die Hörwahrnehmung des normalen und des beeinträchtigten Gehörs in technologische Anwendungen umzusetzen. Im Auftrag von Industrieunternehmen und öffentlichen Einrichtungen betreiben die Wissenschaftler angewandte Forschung und Entwicklung für die Branchen Telekommunikation, Multimedia, Gesundheit und Pflege, Gebäudetechnik, Verkehr, industrielle Produktion und Sicherheit. Die Projektgruppe wurde 2008 in Oldenburg als Außenstelle des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT gegründet. Über wissenschaftliche Kooperationen ist sie im Exzellenzcluster »Hearing4all« eng mit der Carl von Ossietzky Universität und weiteren Einrichtungen der Oldenburger Hörforschung verbunden.